Filmgeschichte Friends & Bands flüstern & SCHREIEN

Der Film ist eine Sympathieerklärung an Menschen, die etwas in Bewegung setzen, eine Aufforderung, sich von der Gesellschaft, der Zeit und vom Alltag nicht unterkriegen zu lassen. Inhaltlich jedoch waren die Geschehnisse nicht vorhersehbar. Die Macher des Films wollten Geschichten erzählen, die man auch mit Geld nicht erzwingen kann, nur durch Zeiteinsatz: Spannende und authentische Geschichten, die nur das Leben schreibt.
Eine Tragik war für den Film nicht vorgesehen, aber – mit dem Tod von Aljoscha und Christoph – ist die Tragik einfach passiert. Dieser Umstand war letztlich massgebend für die Endfassung des Filmes. So ist ein filmisches Memorandum für die Musiker Aljoscha Rompe und Christoph Zimmermann entstanden. Aljoscha und Christoph haben den Filmleuten und den Zuschauern eine Tür in ihre Welt der Musik aufgemacht, die Aussenstehenden sonst verschlossen bleibt. Und Beide sind nicht wegzudenken aus der Musikerszene des Prenzlauer Berges vor und nach der so undeutschen Wendezeit.
Neben Russen, Schweizern, Pakistani, Franzosen und Polen sind überwiegend Ostdeutsche durch ihr blosses Mitmachen schuldig geworden. Aus diesem Grund mussten alle Beteiligten bei der Realisation (Kamera/Ton/Licht/Schnitt/Transport/Musik) unent­geldlich mitarbeiten.


Vorwarnung der Macher! Das umfangreiche Material (Einsatz von max. 14 Kameras / Drehverhältnis 1:500/unzählige Konzertaufzeichnungen/ Interviews/Drehorte und Geschichten) geht als Zweitauswertung für einen neuen Kinofilm in die Endfertigung.
Dieser Film hat eine andere Erzählweise und Struktur und ist eine musikalische Reise mit den Musikern nach Frankreich, Russland und durch den wilden Osten Deutschlands. Der Zuschauer wird den Protagonisten aus "flüstern & SCHREIEN" und "ACHTUNG! WIR KOMMEN." wiederbegegnen und andere Musiker und ihre Bands, Haltungen und Meinungen kennenlernen.

Henrietta von Stahlheim Berlin, 09. November 2008 Film Co-Regisseurin
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